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Die desinfizierte Weihnachtsgeschichte
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Es begab sich zu einer Zeit, dass ein Gebot vom Robert Koch Institut ausging, dass alle Welt getestet würde um die Inzidenzzahlen genauer bestimmen zu können. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur der Zeit, als Dr. Angela Merkel Kanzlerin von Deutschland war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seinen Landkreis.

Da machte sich auch Josef aus Nordsachsen, aus der Stadt Torgau, in das desinfizierte Gesundheitsamt in Delitzsch, weil er aus dem Hause und Sozialbezirk Delitzsch war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seiner vertrautem Verlobten, die war schwanger.

Sie nahmen ihren neuen Elektro Golf mit verbesserter Gangschaltung. Und als sie dort waren kam die Zeit, wo die Wehen heftig begonnen haben. Die zwei fuhren in das nächste Krankenhaus, Josef klopfte und fragte: „Moin Moin, ich hab da ne Schwangere mit Wehen im Auto, habt ihr noch irgendwie n Platz oder so? Wenn ja, habt ihr auch Wlan?“

Der Chefarzt antwortete: „Es tut mir leid junger Mann, alle Betten sind mit Covid Patienten belegt…“ Josef kehrte zurück zum Auto, sie sahen einen hellen Stern am Tacho des Autos und dachten heute passiert etwas Unglaubliches… doch dann ist Josef eingefallen, dass das Sternsymbol bedeutete, dass der Tank alle ist.

So liefen die beiden durch Delitzsch und fanden schließlich eine alte Scheune, mit einer Krippe, einem Rasenmäher und einem verwahrlosten Esel. Maria legte sich und schließlich gebahr sie ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Feuchttücher und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten leider kein Boxspringbett in der Scheune.

Josef bekam von all dem nichts mit er schlief tief und fest auf dem Esel. Und es waren geimpfte Risikopatienten, die Hirten in demselben Landkreis auf dem Felde bei den Mastschweinen, sie hüteten Nachts ihre Schweinchen. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkünde euch große Freude, die allem Volk wiederfahren wird; denn euch ist heute der Impfstoff geboren und der Heiland auch, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Delitzsch. Und das Habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Feuchttüchern gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren sprachen die Risiko-Hirten mit Abstand und Masken untereinander.

Lasst uns nun gehen in das Impfzentrum nach Delitzsch und die Geschichte sehen, die da noch passiert sein soll. Sie kamen eilend und fanden beide auf dem Weg zum Impfen die Müde Maria, der ausgeschlafene Josef, dazu das Kind in einer Krippe liegend.

Als sie es aber durch die Plexiglasscheibe gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, dass zu ihnen von diesem Kind gesagt worden war. Und alle vor die es kam, wunderten sich über das was diese Risiko-Hirten da gesagt hatten. Maria aber merkte sich all diese Worte und bewegte sie zu ihrem Herzen.

Die Risiko-Hirten, eilten zum Impfzentrum, priesen und lobten Gott aber nochmal, für dieses kleine hübsche Prachtexemplar und alles andere was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Und schließlich, zwei Wochen später war die Inzidenz von Nordsachsen wieder unter 200 gesunken, was es Maria und Josef ermöglichte laut sächsischer Coronaschutzverordnung Besuch aus 3 Haushalten zu empfangen.

So kamen die drei heiligen Könige Melchior Kaspar und Balthasar endlich aus ihrer Quarantäne im Morgenland. Sie hatten 3 Mitbringsel, die sie eineinhalb Monate zuvor am Black-Friday gekauft hatten, aber dann doch nicht brauchten.

Melchior überreichte dem kleinem Kind 2 Tüten 5-lagiges, extra weiches, softiges, flauschiges XXL Schmuseklopapier. Kaspar schenkte dem kleinen Masken, die im aber leider viel zu groß waren, und 1 Liter Desinfektionsmittel, was Maria sehr gut gebrauchen kann. Balthasar dagegen schenkte ihnen 3 Duftkerzen, die eine riecht nach Mhyrre, die andere nach Weihrauch und die dritte ist goldfarben.

Die 3 heiligen Könige verabschiedeten sich, nachdem sie ein Selfie mit der Familie gemacht haben und zogen zurück, heim in ihr Morgenland.