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Hof am Haus D voll verpixelt
Über die Wandgestaltung an den Fahrradständern
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27 Meter lang Super Mario & Co.

Plötzlich waren sie da, die Sympathieträger aus (fast) allen klassischen oder neu aufgelegten Jump&Run Videogames. Aber — wo kamen die so schnell her?

Bereits zu Beginn des letzten Schuljahres bekamen wir im Kunst Leistungskurs von der WGD das Angebot, die zu unserem Hof angrenzende Wand des neu gebauten Parkhauses zu gestalten. Bei der Länge der Wand war schnell klar - das ist ja wie in einem Jump&Run Spiel. Und letztlich ist unser Werdegang an dieser Schule ja nichts anderes: ständig lauern auf immer schwierigeren Levels Gefahren oder einfach nervige Hindernisse, die überwunden werden müssen, zuletzt noch der Endgegner "Abitur" und dann ... hat man gewonnen.

Aber erstmal kam Corona — und damit sämtliches Leben an unserer Schule zum Erliegen. Lange geschah nichts.

Dann durfte wieder gearbeitet werden, aber vorbei war der Enthusiasmus der ersten Ideenfindung. Zweifel kamen auf: Kriegen wir das überhaupt so gut hin, dass es dann auch überzeugend wirkt? Ein Hillsmittel musste ran, um die meist winzigen Welten auf das riesige Format zu übertragen: das Raster. Was?? Ach so: Pixel Art!

Wir fertigten also erste Skizzen auf (ausnahmsweise) kariertem Papier an und siehe da: durch die gerasterte Auflösung der Formen sahen die Figuren so aus wie im Videospiel. Bei einer Kästchengröße von später 2,5 Zentimetern Seitenlänge, sind das auf jedem 1,40m x 1,00m großen Betonelement ... 56 x 40 Kästchen ... 2240 Kästchen ... bei 27 Betonelementen also 60480 Pixel. GEHT'S NOCH?!?

Ja, es ging: Zunächst übertrugen wir alle großen Flächen mit Malerrolle grob an die Wand. Als nächstes sprühten wir das Punktraster mittels Dose durch eine selbst angefertigte Lochplatte (wenn es mal was zu bohren gibt, wendet euch an Angelina und Alexandra, die haben das schon 600 mal gemacht). Zur schnellen Produktion der Pixel dienten uns selbst gefertigte Stempel, die genau die erforderliche Seitenlänge hatten. Und damit ging's — wie gedruckt!

Nach zwei Tagen musste dann aber trotzdem Verstärkung ran: Nachdem eine beliebte FastFood-Kette in Delitzsch wegen uns zwischenzeitlich Lieferprobleme bekommen hatte, mussten die stärksten Arbeiterinnen und Arbeiter aus der 7/5 und der 9/2 helfen, "Fläche zu machen". So war nach drei Tagen doch fast alles fertig. FAST.

"Guck mal, da fehlt noch was." Oder: "Hier könnte die Fläche noch hervorgehoben werden." Oder: "Die Kontur muss noch etwas dunkler".

Es folgte: Augenrollen. Viel Augenrollen.

So viel Augenrollen, dass selbst wild dahergelaufene Schülerinnen aus anderen Kursen noch herangezogen wurden, um den letzten Schliff zu vollenden. Und so sind wir doch noch fertig geworden, am letzten Tag vor der Zeugnisausgabe, 16,00 Uhr.

Aber Moment, fehlt da nicht immer noch was?



PS: Ein großes Dankeschön an Philipp Eichhorn für die Unterstützung bei der malerischen Umsetzung und die WGD für die Bereitstellung der Fläche und Farben!!

PPS: eine Wand ist noch frei…