Workshop "Flucht und Ankommen“

Am Mittwoch, dem 07.Februar 2018, führten wir, die Klassenstufe 9, im Rahmen unseres GRW-Unterrichts einen Workshop zum Thema „Flucht und Ankommen“ mit Michael Marschall vom Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes und unserer Sozialarbeiterin Frau Wentland durch. Vor dem Unterricht wurde ein Tafelbild vorbereitet und einige Begriffe an die Tafel geschrieben, die einem besseren Verständnis dienten.
Der Workshop startete mit einer kleinen Gesprächsrunde zum Kennenlernen, in der wir unseren Namen, unser Alter und das Herkunftsland unserer Großeltern nennen sollten. Dabei stellten wir fest, dass auch in manchen unserer Familiengeschichten Migration eine Rolle gespielt hat. Nach dieser Runde beschäftigten wir uns dann mit der Klärung des Begriffes Migration - und das nicht nur aus Michael Marschalls Seite, sondern auch aus unserer Sicht und unseren Vorstellungen.

Im Anschluss erklärte er uns die Arten von Migration: Binnenmigration, Nachbarländermigration und die Migration bzw. die ,,Reise um die ganze Welt“.
Danach war es uns dann möglich, Fragen zu stellen, welche uns zum Thema Migration, Ausländer oder Asyl beschäftigten. Wir unterhielten uns über diese Fragen - einige wurden gleich zu Anfang besprochen, während andere innerhalb des Workshops oder am Ende geklärt wurden.  In der darauffolgenden Zeit des Unterrichts redeten wir über allgemeine Fragen und ausgesuchte Themen, wie:
    •    Welche Gründe gibt es, sein Heimatland zu verlassen?
    •    Wo reisen die meisten Flüchtlinge und Migranten hin?
    •    Welche Asylgründe gibt es?
    •    Wie ist für diese Personen das Leben in Deutschland und verglichen mit den jeweiligen Heimatländern?
    •    Die Gestaltung der Eingliederung in unsere Gesellschaft
Zu jedem dieser Punkte konnten wir unsere persönliche Meinung bzw. Gedanken einbringen und Fragen stellen, welche direkt von dem Leiter oder in Diskussion von uns selbst beantwortet wurden. So stand z.B. auch die Problematik „Warum werden Migranten bzw. Flüchtlinge abgeschoben und was tun sie dann?“ im Raum. Dieses Thema wurde ausführlicher diskutiert. Der vorletzte Teil des Workshops beschäftigte sich mit dem Feld Asyl - vor allem mit den Asylanträgen, deren Bearbeitungsdauer und den Folgen der Annahme bzw. Ablehnung. Dieses Themengebiet warf besonders viele Fragen und Diskussionen auf, weshalb auch einige von ihnen offenblieben, zu denen man sich noch genauer informieren kann.

Die letzte Station des Unterrichts war ein kleines Spiel. Die einzigen Utensilien waren ein Würfel, eine Punkteliste und eine kleine Karte mit Spielregeln. Es galt sich diese zu merken – die wichtigste Regel war das Redeverbot während des gesamten Spielverlaufs. Es wurden 4 Gruppen gebildet und jede Gruppe hatte andere Regeln für das Spiel. Der jeweilige Gewinner wechselte nach 2 Minuten Spielzeit die Gruppe und musste sich an die neuen Spielregeln anpassen - was sich stumm als sehr schwierig erwies. So konnten wir sin Gefühl dafür bekommen, wie es sein muss, in eine neue Umgebung zu kommen, dessen Spielregeln und Sprache man zunächst nicht versteht, sich aber irgendwie einfügen zu müssen.  Dieses Experiment endete mit dem Pausenklingeln.

Wer weiteres Interesse an dem Workshop-Thema hatte, konnte sich noch einen Flyer mitnehmen. Wir fanden den Workshop sehr spannend und lehrreich, da das Thema Migration und Asyl aktuell ist und uns alle beschäftigt. Viele Fragen um die Thematik konnten geklärt werden und wurden uns durch die Praxisbeispiele aus Herrn Marschalls Tätigkeit anschaulicher gemacht.