Aufgaben von Elternrat und Schulkonferenz


Die Eltern haben das Recht und die Aufgabe, an der schulischen Erziehung und Bildung mitzuwirken. Die gemeinsame Verantwortung von Eltern und Schule für die Erziehung und Bildung der Schüler erfordert ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schule und Eltern unterstützen sich bei der Erziehung und Bildung (§ 45 Abs. 1 SchulG).


 

Der Elternrat

  • vertritt die Interessen der Eltern gegenüber Schule, Schulträger und Schulaufsicht;
  • hat ein Auskunfts- und Beschwerderecht gegenüber der Schulleitung;
  • kann vom Schulleiter, im Verhinderungsfall seinem Stellvertreter die Teilnahme an seinen Sitzungen einfordern;
  • ist vom Schulleiter rechtzeitig über alle wesentlichen Angelegenheiten und Entscheidungsprozesse der Schule zu unterrichten;
  • kann vom Schulleiter alle notwendigen Auskünfte einfordern, insbesondere das Einsehen und Überlassen von Gesetzen, Verordnungen und sonstigen Regelungen des Schulwesens;
  • muss vor Beschlüssen der Lehrerkonferenzen, die von grundsätzlicher Bedeutung für die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule sind, eine Möglichkeit zur Stellungnahme erhalten und deswegen vorab rechtzeitig und umfassend informiert werden;
  • ist bei der Erfüllung seiner Aufgaben von allen am Schulleben Beteiligten und den Schulaufsichtsbehörden zu unterstützen;
  • ist in seinen Entscheidungen allein der Elternschaft der Schule verpflichtet; er ist bei der Ausübung seiner Rechte frei von Weisungen durch Schule, Schulaufsichtsbehörden und sonstigen Behörden;
  • ist zur Verschwiegenheit verpflichtet.

 


Die Schulkonferenz

  • ist das gemeinsame Organ der Schule;
  • setzt sich aus je vier Vertretern der Lehrer, Eltern und Schüler sowie dem (nicht stimmberechtigten) Schulleiter zusammen;
  • ist auf Verlangen von mindestens ¼ seiner Mitglieder einzuberufen. Die Mitglieder der Elternschaft können mithin eine Einberufung erzwingen;
  • fördert das Zusammenwirken von Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schülern, berät gemeinsame Angelegenheiten des Lebens an der Schule und unterbreitet dazu Vorschläge;
  • muss Beschlüssen der Lehrerkonferenzen in folgenden Angelegenheiten zustimmen:
  1. wichtige Maßnahmen für die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule, insbesondere Schulprogramm sowie schulinterne Evaluierungsmaßnahmen;
  2. Erlass der Hausordnung;
  3. schulinterne Grundsätze zur Aufteilung der der Schule zur eigenen Bewirtschaftung zugewiesenen Haushaltsmittel sowie schulinterner Haushaltsplan;
  4. Stellungnahme zu Beschwerden von Schülern, Eltern, Auszubildenden, Ausbildenden oder Arbeitgebern, sofern der Vorgang eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung hat;
  5. das Angebot der nicht verbindlichen Unterrichts- und Schulveranstaltungen;
  6. schulinterne Grundsätze für außerunterrichtliche Veranstaltungen (zum Beispiel Klassenfahrten, Wandertage);
  7. Beschlüsse zur einheitlichen Durchführung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften;
  8. Schulpartnerschaften;
  9. Stellungnahmen der Schule zur

a) Änderung der Schulart sowie der Teilung, Zusammenlegung oder Erweiterung der Schule;
b) Durchführung von Schulversuchen;
c) Namensgebung der Schule;
d) Durchführung wissenschaftlicher Forschungsvorhaben an der Schule;
e) Anforderung von Haushaltsmitteln.

  • kann bei der Versagung der Zustimmung nur durch eine Entscheidung der Sächsischen Bildungsagentur „überstimmt“ werden.

 


Weitere Informationen finden Sie in der Handreichung „Elternvertreter, was tun?“ des Landeselternrates Sachsen, online hier.